Am Fr, 14.10. wurde die CNC-Fräse für das SFN aus dem Keller der Max-Eyth-Schule gehoben und dann auf ihr neues Fundament in der Werkstatt des SFN gesetzt, bevor endgültig die Türen eingesetzt werden.

Die  CNC-Fräse  versetzt  uns  in  die  Lage,  dreidimensionale  Werkstücke   aus  metallischen 
Werkstoffen   im   Schülerforschungszentrum   selbst   herzustellen.   Das   ermöglicht   uns,   das 
generelle  Niveau  der  Forschungsarbeiten  deutlich  anzuheben,  weil  fast  jedes  physikalische 
Experiment  Fixierungen,  Halterungen,  Gehäuse  etc.  benötigt,  die  wir  nur  teilweise  selbst 
herstellen  konnten  und  die  durch  Standardteile  nur  schlecht  abgedeckt  werden.  Auch  für 
Technik-Projekte bedeutet die Möglichkeit für hochqualitativen, flexiblen Prototypenbau einen 
Qualitätssprung. 
Die  bislang  selbst  hergestellten  Werkstücke  waren  von  schlechterer  Qualität.  Produktion  in 
Lohnbetrieben  ist  nicht  gut  mit  unserer  Arbeitsweise  zu  vereinbaren,  nicht  ausreichend  auf 
unsere Anforderungen abgestimmt und bedeutet immer hohe Wartezeiten. 
Die  Fräse  ermöglicht  die  Professionalisierung  unserer  Arbeit,  indem  Club-Teilnehmer  die 
computergestützte  Arbeitsweise  lernen  und  CAD-Zeichnungen  selbst  entwerfen.  Das  gibt 
größere Entscheidungsfreiheiten. Dies wiederum verlangt eine genauere Beschäftigung mit der 
wissenschaftlichen  Materie,  weil  die  neuen  freien  Parameter  eine  bessere  Vorbereitung  der 
Experimente erfordern. Bessere Planung und mehr Freiheiten bedeutet im Gegenzug: Bessere 
Resultate. 
Neue Projekte werden möglich, für die wir bislang keine ausreichende experimentelle Präzision 
erreichen konnten. 

Die Max-Eyth-Schule, mit der wir seit langem erfolgreich zusammenarbeiten, hat uns die CNC-Fräse als Leihgabe zur Verfügung gestellt, 
die Wilhelm und Else Heraeus - Stiftung hat die hohen Transportkosten finanziert.

AbhebenAm Eingang 


AbsetzenSchieben 

Mit Schwung auf das FundamentDer Steuerschrank kommt

Workshop 2011:

„Das ICH und die Welt der Quanten: Auf der Suche nach der Realität“

Tag 1, Samstag 8.10.:

Morgens um 8.15 Uhr haben sich die 34 Teilnehmer/innen am Busbahnhof in Kassel getroffen. Es sind 15 Schüler/innen aus dem SFN (dabei zwei Gäste aus Südhessen und dem SFZ Saulgau), 7 Student/innen und 12 Lehrer, Wissenschaftler und Rentner/innen.

Wie immer war der Workshop generationsübergreifend….der Jüngste war knapp 14, der Älteste 91.

Nach zwei Stunden Fahrt kamen wir, natürlich im Regen, im Schullandheim Königskrug nördlich Braunlage, mitten im Naturpark des Harzes gelegen, an.

Nach dem Bezug der Zimmer begann der Workshop mit dem gemeinsamen Mittagessen.

Während des restlichen Tages ging es ausschließlich um Philosophie des Bewusstseins und die Kognitionsforschung. Zuerst erarbeiteten sich kleine, zufällig zusammengesetzte Teams verschiedene Aspekte und Stadien des Bewusstseins und tauschten diese dann in einem Gruppenpuzzle untereinander aus.

Danach hielt Prof. Dr. S. Walter einen Vortrag über die Ergebnisse der Kognitionsforschung zum Thema des freien Willens. Er beleuchtete die Begriffe und Vorstellungen aus zahlreichen Blickwinkeln und gab vielfältige Möglichkeiten sich der Thematik zu nähern. Zur Vorbereitung hatten die Teilnehmer/innen schon eine längere Zitatensammlung zum freien Willen im Vorfeld erhalten.

Nach dem Abendessen gab es eine Diskussionsrunde, einmal zum Vortrag und dann zur Frage der künstlichen Intelligenz. Ein schon vor dem Workshop verteilter Aufsatz von Prof. Metzinger und zwei kurze Pro- und Kontra-Statements waren die Diskussionsgrundlage.

 Tag 2, Sonntag 9.10.:

Um 9.00 Uhr besuchte uns Herr Liebermann vom Bergwerks- und Geschichtsverein in St. Andreasberg und brachte uns in einem kurzen Referat an mitgebrachten Exponaten die Lebensrealität der Bergleute vergangener Zeiten nahe.

Der Rest des Sonntag stand dann im Zeichen der Quantenmechanik und ihrer Interpretationsproblematik.

Nach einem kurzen Einführungsreferat von KP Haupt, in dem Begriffsklärungen vorgenommen wurden, konnten sich die Teilnehmer/innen je nach Vorkenntnissen in kleinen Gruppen in verschiedene Themenbereiche der Quantentheorie einarbeiten, da ging es von der Interpretation der Wellenfunktion über die Messwertproblematik, den doppelten Doppelspalt bis hin zur Verschränkung und zum EPR – Paradoxon. Unterstützt wurden sie von den anwesenden Physikern, die gerne ihr Wissen weitergaben und bei manchen Fragen und Thesen auch der jüngsten Schüler durchaus ins Schwitzen kamen.

Am Nachmittag hielt Jonas Schmöle (Universität Wien) einen Vortrag, in dem er uns die Bedeutung der bellschen Ungleichung und entsprechender Experimente zur Realitätsproblematik nahebrachte: „Lokalität oder Realität – die Bedeutung der bellschen Ungleichungen“.

In der etwas längeren Mittagspause konnten wir die letzten Sonnenstrahlen des Workshops im Freien genießen, am Abend begann ein bis zur Abfahrt anhaltender Dauerregen….

Nach dem Abendessen begann die lange Filmnacht, wir sahen die beiden Teile des Fernsehfilmes von Fassbinder „Die Welt am Draht“, in dem unsere Welt als eine in einem Computer simulierte Welt enttarnt wird.

Tag 3, Montag 10.10.:

Für die restliche Zeit des Workshops wählten sich die Teilnehmer/innen in 7 verschiedene AGs ein, die sich mit unterschiedlichen Problematiken der Quantenmechanik und der Philosophie beschäftigten:

Gruppe 1: Was ist Realität?

Die Gruppe soll sich mit verschiedenen Vorstellungen von Realität beschäftigen (Konkordanzargument von Kanitscheider, Vorstellungen von Idealismus und Instrumentalismus,  Lokal-realistische Vorstellungen von Einstein und deren Widerlegung durch Verschränkung)

 

Gruppe 2: Die Erkenntnis

Die Gruppe beschäftigt sich mit Methoden der Erkenntnisgewinnung. Ausgehend vom Höhlengleichnis, werden Empirismus, Rationalismus, der Kantsche Idealismus sowie moderne Vorstellungen der Wissenschaftstheorie von Hume, Popper, Lakatos, Feyerabend und Chalmers diskutiert.

 

Gruppe 3: Die Illusion des Jetzt

Was ist Raum und was ist Zeit und wieso ist Gleichzeitigkeit relativ? Dies kann anhand der Lorentztransformationsgleichungen oder mit Hilfe der Minkowski-Diagramme diskutiert werden. Dann wird vielleicht deutlich wieso Einstein Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft als Illusion bezeichnet hat. Sind Raum und Zeit wirklich Elemente der Realität oder nur Konstrukte unserer Vorstellungen?

 

Gruppe 4: Ist Schrödingers Katze wirklich gestorben oder lebt sie immer noch??

Was sind Zustände und was bedeuten Überlagerungen von Zuständen? Welche Rolle spielen Messungen bzw. Beobachter beim Entstehen von Zuständen? Muss man unendlich viele Universen Bemühen um diesen einen Kosmos zu verstehen oder hilft die Theorie der Dekohärenz zu erklären wie aus Möglichkeiten Fakten werden?

 

Gruppe 5: Kann man die quantenmechanische Beschreibung der Wirklichkeit als vollständig betrachten?

Die Gruppe arbeitet sich in das wohl wichtigste Streitgespräch in der Naturwissenschaften ein: der Versuch von Einstein klassische Vorstellungen von Realität zu verteidigen und die geniale Art von Bohr Einstein an die eigenen Grenzen zu führen und ihn mit seinen eigenen Waffen zu schlagen…

 

Gruppe 6: Die Quantenmechanik: Eine Herausforderung an die Philosophie.

Der Philosoph Michael Elsfeld diskutiert die naturphilosophischen Herausforderungen  der Quantentheorie (Separabilität, Individualität  und Lokalisierung) und zeigt Perspektiven und Chancen für Erkenntnistheorie und Philosophie auf.

 

Gruppe 7: Strange…aber real??

Zwei auf den ersten Blick seltsam anmutende Vorstellungen sollen diskutiert werden: die Membrantheorie der Kosmologie und die schon von Konrad Zuse aufgeworfene Frage: Ist der Kosmos ein Computer?

 

Insgesamt standen dafür drei Sitzungen am Montag und Dienstag zur Verfügung, in denen die Gruppen eigenständig mit Hilfe ausgegebener Texte sich der Problematik annähern sollten und dabei den Blick auf mögliche Realitätskriterien werfen sollten.

Die Sitzungen waren am Montagvormittag und am frühen Nachmittag.

Um 16.00 Uhr wurde es romantisch… Ein Bereich unseres Vortragsraumes war als Märchenecke umgestaltet worden und ein Märchenerzähler (Herr Schudt) erzählte nicht nur sehr gekonnt Märchen aus verschiedenen Ländern sondern berichtete auch über den Realitätsbezug und die Bedeutung der Märchen.

 

Nach dem Abendessen verbrachten wir einige gemeinsame Stunden bei einem Spieleabend, bevor der harte (und junge) Kern des Workshops den Rest der Nacht im Keller bei Werwölfen verbrachte….

 

 Tag 4, Dienstag 10.10.:

 

Nach der Arbeitsgruppensitzung am Vormittag fuhren wir, ausgestattet mit einem Lunchpaket, mit dem Bus nach St. Andreasberg und nahmen an einer Führung des Museumsbergwerkes  „Grube Samson“ teil. Danach brachte uns ein kurzer, regennasser Spaziergang zur Grube Roter Bär. Hier wurden wir mit Gummistiefeln, Helmen und Grubenlampen ausgestattet und fuhren, begleitet von Profis, in zwei echte Bergwerke ein.

Viele  kletterten an Leitern bis zu 70 m in die Tiefe und erkundeten die Stollen. Niemand blieb sauber, verschlammt gingen wir nach einigen Stunden wieder im Regen zum Bus und genossen heiße Duschen und ein warmes Abendbrot.

Am Abend bereiteten die Arbeitsgruppen ihre Abschlusspräsentation vor, die Powerpointpräsentation der ersten Gruppe beschloss den langen Tag.

 

 

 

 

 Tag 5, Mittwoch 11.10.:

Am Vormittag gaben die restlichen Gruppen ihren Abschlussbericht und zum Schluss fokussierte sich die Arbeit auf die Nennung von Realitätskriterien und die Satzergänzung: „Aus dem Workshop nehme ich mit, dass….“

Nach dem Aufräumen und Einpacken und dem abschließenden Mittagessen fuhren wir zur Forschungsstation GEO 600 und konnten das laufende Experiment zum Nachweis von Gravitationswellen besichtigen. Danach reihten wir uns geduldig in den langen Stau auf der Autobahn ein und erreichten um 20.00 Uhr, natürlich im Regen, Kassel.

 

Die Programmbeschreibung und die ausgegebenen Texte findet man unter:

http://www.physikclub.de/workshop/workshop-2011-das-ich-und-die-welt-der-quanten-die-suche-nach-der-realitat/Workshop%202011%20Infoheft.pdf/view

Unter http://www.physikclub.de/workshop findet man die im Text erwähnten Artikel und ältere Workshop – Berichte.

Die Bilder können unter http://www.physikclub.de/galerie/workshops/die-suche-nach-der-realitat-2011 vergrößert angesehen und heruntergeladen werden.

Den mit Bildern versehenen Text als pdf kann man hier herunterladen:

http://www.physikclub.de/workshop/workshop-2011-das-ich-und-die-welt-der-quanten-die-suche-nach-der-realitat/Workshop%202011%20Bericht.pdf/view


KPH

Bilder:

 

 

Am Freitag, 26.8.2011 war es soweit: Das Richtfest am neuen SFN - Gebäude wurde gefeiert. Anwesend waren neben vielen Schüler/innen und Vertretern der Baufirmen u.a. die Staatsministerin Kühne-Hörmann, Staatssekretärin Prof. Hölscher, Prof. Postlep, Präsident der Uni Kassel sowie Oberbürgermeister Hilgen. Das neue Gebäude wird für alle Schülerinnen und Schüler aus ganz Nordhessen ein Zentrum werden, in dem sie sich mit allen Aspekten der Naturwissenschaften von eigenen Forschungen über Kurse und Vorträge bis hin zum Beobachten des Sternenhimmels widmen können. Das "Schülerforschungszentrum Nordhessen der Universität Kassel an der Albert-Schweitzer-Schule", kurz SFN, geht seiner räumlichen Vollendung entgegen.

Hier gibt es einen Zeitrafferfilm vom Bau des Gebäudes:http://dl.dropbox.com/u/27819610/Woche16-33HD_Tag_fast2000.mp4

Kurzer Film über den Schwenk des Richtkranzes: Film: Der Richtkranz kommt
Film: Das SFN entsteht Film: Das SFN entsteht
Bilder vom Bau, Baupläne, Berichte im Ordner: Bau des SFN

Und nun einige Bilder, die zum Vergößern auch in der Bildergalerie stehen:
Hier wird gleich gefeiertLeiter des SFN KP Haupt mit Sina




Präsident der Universität Kassel Prof.Dr. PostlepOberbürgermeister B. Hilgen  



FynnNiclas 


Staatsministerin Kühne-Hörmann, KP Haupt, Schulleiter Stefan AlsenzPressefoto 


Richtkranz




















































Eröffnung des Büffets

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

Da Julius Hege und Birk Magnussen (zusammen mit Anselm von Wangenheim) bei "Jugend forscht" so erfolgreich waren (Regionalsieger, Landessieger und 4. Platz für auf dem Bundeswettbewerb in Technik. obwohl sie nur beim regionalen Wettbewerb "Schüler experimentieren" angetreten waren) durften sie gleich in der zweiten Stufe der IJSO (International Junior Science Olympiade) antreten.

In diesem Wettbewerb für die Mittelstufe müssen fachübergreifende Probleme aus Physik, Chemie und Biologie gelöst werden.

In der zweiten Runde wird eine Klausur geschrieben, die leistungsmäßig auf die Klasse 9 abgestimmt ist. Obwohl Birk und Julius erst in die 7. Klasse gehen, meisterten sie die Klausur mit Bravour und erhielten eine Urkunde. Birk war in seiner Altersgruppe sogar bundesweit der Beste und unter allen Teilnehmern aus Hessen belegte er Platz 2! Julius belegte den Platz 7 in Hessen.

Wir gratulieren den beiden für den großen Erfolg ganz herzlich!

Die nächste Runde der IJSO startet Ende des Jahres.

Der Landesbeauftragte der IJSO, Jörg Steiper, ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu erreichen.

Informationen erhält man auch unter www.ijso.info

 

Am Samstag, 20.8. war nicht nur eine der wenigen schönen Sommertage, nicht nur das Open-Air - Konzert in der Aue, sondern auch die Hochzeit von Ute und Lars Hubert-Wienkamp in einem Bootshaus an der Fulda.

Herzlichen Glückwunsch und alles Gute auf dem gemeinsamen Lebensweg!

Das Brautpaar wollte keine Geschenke, sondern bat um Spenden für den PhysikClub..... und so entwarf Ilian ein Poster, das auf unsere Arbeit aufmerksam macht, Flo vertrat den Förderverein und das Sandjet-Revival--Team Clemens, Lennart und Tobias begrüßte die Hochzeitsgäste mit flüssigem Sand und Sandjets...

Das Resultat: KP konnte beim Aufräumen am Sonntag dann abräumen...eine vierstellige Summe ging auf das Konto des Fördervereins und wird im kommenden Jahr viele Projekte unterstützen!

Vielen Dank an das Brautpaar und an die Gäste!

Nachahmung wird empfohlen...man muss nicht unbedingt heiraten, man kann auch z.B. Geburtstag oder ein Jubiläum feiern......oder einfach so spenden oder in den Förderverein eintreten.....