Auch im Jahr 2022 fand erneut der SFN-Award statt. Seit einigen Jahren ehren wir Schülerinnen und Schüler, die sich in besonderem Maße im und um das SFN engagieren. Dabei ist eine Wettbewerbteilnahme keine Vorraussetzung. Traditionell bekommen die Gewinnerinnen und Gewinner ihre Nominierung einige Zeit voher mitgeteilt. Die eigentlichen Gewinner werden aber erst in der Veranstaltung bekannt gegeben. Alle, die gewinnen erhalten von ihren Betreuern ein individuelles Geschenk und eine Urkunde.
Die Auszeichnungen gingen dieses Jahr an:

Lilly Schwarz:

Wer regelmäßig im SFN ist, kommt gar nicht daran vorbei, Lilly kennenzulernen. Seit ca 1.5 Jahren ist sie trotz weitem Anreiseweg, vielen anderen Hobbies und einem kürzlich begonnenen Frühstudium jede Woche bei uns. Begonnen hat alles mit “Sweet Dino”, einem Handyspiel, das auch von blinden Menschen spielbar ist. Dabei hat sie sich immer wieder selbstständig durch kryptische Fehlermeldungen und Funktionen gekämpft, die einfach nicht das tun wollten, was sie sollten. Am Ende hat Lilly es geschafft, den Landessieg (die Höchste Auszeichnung) bei Schüler Experimentieren zu erreichen. Dieses Jahr macht sie nicht nur bei Jugend Forscht mit, sondern hat sich auch mit “Klimasimulation” ein Projekt gesucht, das so komplex ist, dass selbst von den Betreuern kaum noch einer durchblickt. Wir finden, Lillys unermüdliche Arbeit und Präsenz hier, hat eine Nominierung für den SFN-Award verdient.

Duru Kara:

Jede*r kennt die Erfolgsgeschichte, die das SFN mit Jugend Forscht verbindet, weniger dagegen kennen den anderen Wettbewerb, bei dem wir seit vielen Jahren Erfolg haben: Das GYPT (German Young Physicists Tournament). Besonders hervorheben möchten wir hier Duru, die letztes Jahr zum ersten Mal am GYPT teilgenommen hat, und direkt mit einem sehr komplexen Optik-Projekt, wofür sie nicht nur Experimente und theoretische Berechnungen durchgeführt, sondern auch Simulationen in Blender gelernt hat. Am Ende konnte sie zeigen, wie und in abhängigkeit von welchen Parametern Lenticulare Linsen Objekte “unsichtbar” machen können. Viele Wochenenden wurden für das Projekt geopfert, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen. Zusammen mit Jan-Peter und Maiia hat sie es bis zum Bundeswettbewerb geschafft, wo alle 3 sehr gut abgeschnitten haben. Dieses Jahr ist sie wieder dabei und wir freuen uns zu sehen, was als nächstes kommt. 

Jana Bitz und Sophie Schiffmann:

Es bedarf besonderer Leidenschaft und Engagement sich außerschulisch für ein Thema zu interessieren, noch mehr wenn dieses in einem Feld liegt, welches vorwiegend nicht an der Schule behandelt wird. Kommen dazu die zumeist unzureichenden Möglichkeiten dem Interesse an Forschung im MINT Bereich nachkommen zu können verlischt der Funke der Begeisterung relativ schnell wieder.

So aber nicht bei Jana und Sophia. Nicht nur erforschen die beiden mit ihrem Projekt zu Quantenmechanik ein höchst komplexes Thema welches sogar im Schulstoff meist nur angeschnitten wird, sie trotzen auch allen anderen Widrigkeiten.
Weder Schulverpflichtungen noch Pandemie konnten die beiden aufhalten ihrer Neugier nachzugeben, sich Woche für Woche in den Zug nach Kassel zu setzen und Stunden um Stunden im SFN zu verbringen. In den Zug? Ja, denn aus Korbach ist es eine kleine Weltreise bis zu uns ins Schülerforschungszentrum; eine die sich mit der Verleihung dieses Preises auszahlen soll.Jana und Sophia befassen sich mit der Erzeugung verschränkter Photonen. Ein sonderbares Phänomen, dass als Vorraussetzung für viele moderne und hochaktuelle Experimente gilt. Nichtsdestotrotz haben die beiden sich die Grundlagen selbstständig beigebracht, kritisch hinterfragt und ein so umfassendes Verständnis für das Thema gezeigt, das ihnen die Bearbeitung des Projekts ohne Zweifel zuzutrauen ist. Im Laufe der Projektarbeit (und der Pandemie) haben die beiden das Thema tief durchdrungen, es vielseitig betrachtet und mit hochkomplizierten Experimenten unterstützt. Schon lange sind Jana und Sophia an dem Punkt wo wir alle unsere Jungforscher sehen möchten. Sie haben ihre Forschung so verstanden, dass sie diese selbstbewusst, ohne Zögern und mit großem Elan einem kritischem Publikum zielführend vermitteln können.
Nicht nur der ehemaligen hessischen Justizministerin Kühne-Hörmann konnten die beiden souverän von sich überzeugen, auch die Abordnung der deutschen Marine welche sich zusammen mit der Ministerin, mehrere Projekte des SFN begutachteten waren beeindruckt vom Verständnis der Jungforscherinnen in einem Themengebiet, welches den meisten Jugendlichen in ihrem Alter nichteinmal in den Sinn gekommen wäre.

Wir möchten Jana und Sophia heute hiermit besonders auszeichnen für die Hartnäckigkeit, Passion und Neugier die sie mitgebracht haben. Ihr Projekt bereichert das SFN immens, stellt eine wichtige Grundlage für nachfolgende Jungforscherinnen und zeigt, das Durchhaltevermögen, Kreativität und Selbstständigkeit den Weg zur Selbstentwicklung fördern.
Jana und Sophia sind an und mit ihrem Projekt gewachsen, haben neue Herausforderungen gemeistert und schwierigen Umständen getrotzt.
Wir hoffen, das sie ihre Leidenschaft beibehalten und ihre vielversprechende Forschung fortführen.

Noam Brede:

Noam kam mit einer fast fertigen Arbeit zu Instrumentenmasken bei Blechblasinstrumenten zur Infektionsvermeidung im SFN an und meldete sich direkt bei „Schüler experimentieren“ an. Er führte dann systematisch Untersuchungen zum Thema durch. Durch eine eigene Coronainfektion zurückgeworfen, ging er ohne Probevortrag in die erste Wettbewerbsrunde und erhielt den ersten Platz. Beim Landeswettbewerb erhielt er den Preis für die Fachübergreifend beste Arbeit, die höchste Auszeichnung in diese Altersklasse. Im Folgenden stellte er sein Projekt in der hessischen Botschaft in Brüssel, mehrfach bei „100 Tage MINT“ und beim Symposium „kreative Köpfe aus Hessen“ in Frankfurt vor. Dabei präsentierte er nich nur sein Projekt, sondern auch das SFN in einer breiten Öffentlichkeit. Ferner hielt er einen Vortrag zur Tonentstehung in einer Orgel bei einer konzertreihe im Rahmen der Dokumenta in der Martinskirche. Er bestach dabei durch seine kompetente, ruhige und unaufgeregte Art.

Robin Braun:

Robin hat im Schuljahr 22/23 begonnen Mondkrater in der Sternwarte auf dem SFN zu vermessen und hat innerhalb von zwei Wochen gelernt die Teleskope in der Sternwarte zu bedienen. Mit viel Freude stellt er Objekte ein und arbeitet lösungsorientiert und selbstständig mit Geräten, die kaum ein Betreuer bedienen kann. Er zeigt sehr offen seine Begeisterung für die Astronomie und erklärt mit einer Selbstverständlichkeit und einem Selbstbewusstsein Besuchern in der Sternwarte während öffentlicher Führungen astronomische Themen, dass man schnell vergisst, wie jung er ist. Robin zeigt und erklärt dabei mit so viel Freude, dass man ihn dabei an sein Projekt erinnern muss. Trotzdem unterstützt er so nebenbei Mark bei den öffentlichen Führungen und lässt die Sternwarte neu aufleben. Robin begeistert durch seine Begeisterung. Für diese Hingabe in diesem jungen Alter und das Vermitteln astronomischer Themen erhält er für den SFN-Award 2022.

Ehren-Award für Guido Eckhardt:

Der Gründer und ehemaliger Leiter des SFN und jetzige Vorsitzender des Fördervereins, KP Haupt, hielt die Laudatio. Guido Eckhardt hörte online zu, er war leider erkrankt:

Als die Not am größten war, hast Du zugepackt und warst einfach da, jeden Tag, für alle, die Mitarbeitenden, die Jugendlichen, für unser SFN.
Ein SFN will nicht verwaltet werden, es will gelebt werden. Hier sind Menschen, die untereinander in Kontakt kommen müssen, deren fachliche Betreuung natürlich wichtig ist, wir sind ja ein Forschungszentrum. Aber die sozialen Aspekte, das Miteinander und das Füreinander sind mindestens genauso wichtig.
Um all das hast Du Dich in außerordentlichem Maß verdient gemacht.

Deswegen bekommst Du den Ehren-Award des SFN 2022.

Das Ende eines Jahres bringt seit vielen Jahren den Weihnachtsmann dazu auch im SFN vorbei zu schauen. Nach zwei schwierigen Coronajahren konnten wir ihn überreden wieder direkt im SFN vorbei zu schauen. Nachdem wir unsere Weihnachtsfeier letztes Jahr im FutureSpace abgehalten haben, konnten wir dieses Jahr wieder im SFN feiern. 

Die Weihnachtsfeier 2022 wurde von einem umfangreichen Begleitprogramm gesäumt. Von der Preisvergabe für den KidsClub Cup 22 über ein reichhaltiges Mittagessen mit wärmenden Eintöpfen, einer Tieftemperaturshow, vorbereitet von unseren Betreuern und dem dem SFN-Award. Zum Schluss tauchte dann unser eigener Weihnachtsmann KP noch auf und verteilte an alle Kinder und Jugendlichen kleine Geschenktüten.

Ab 20.10. findet jeden Donnerstag (außer in den Weihnachtsferien) im FutureSpace eine Vortragsreihe mit spannenden Themen aus allen Bereichen der Naturwissenschaften satt.

Vierzehntägig ab 20.10. ist der Kosmologie-Kurs von KP Haupt integriert.

Das ausführliche Programm steht hier:

Winter-Vortragsreihe Zum Programm

Am 28.11. haben Moritz Feik und Jonah Sonnenburg (beide 15) in Kronberg/Taunus einen der mit je 1000.-€ dotierten hessischen MINT Awards 2022 für ihr Projekt zu einem Roboterarm, der durch künstliche Intelligenz KI gesteuert wird, gewonnen:
Bildinterpretation von KI und Reinforcement Learning.
Sie schreiben zu ihrem SFN-Projekt:

In unserer Forschungsarbeit   kombinieren wir unterschiedliche

Technologien und verbinden sie miteinander zu einer interaktiven und intelligenten Software,

die die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine verbessern soll. 

Wir entwickeln neuronale Netzwerke zur Objekterkennung, 

einen Roboterarm zur physischen Interaktion und eine graphische Benutzeroberfläche in Form einer Augmented Reality-Simulation für eine virtuelle Welt der Produktivität. 

 

Die Arbeit wird betreut von Till MacCormac und KP Haupt

Populäre Beschreibung des Projektes:

Moritz und Jonah kombinieren unterschiedliche Technologien und wollen dabei die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine verbessern.

Ein neuronales Netzwerk erkennt Projekte und steuert einen selbstgebauten Roboterarm, der sie ergreift und sortiert. Der Mensch kontrolliert das System über eine besondere Brille,

mit der man sowohl die reale Welt als auch vom Computer bereitgestellte Informationen sehen und bedienen kann.

Bild: links Jonah, rechts Moritz

Endlich konnten wir wieder einen Tag der Astronomie mit Präsenzveranstaltungen durchführen.

Am 1.10. gab es zahlreiche Angebote im FutureSpace, im SFN, in der Sternwarte auf dem SFN und auf dem Dörnberg.

Ein Bericht steht hier:

Bericht