×

Warnung

Can't load Google maps without an API key. More information can be found in our documentation at joomla.digital-peak.com.

Klima-Café: Wasserpumpspeicherwerke auf dem Grund von gefluteten Braunkohleabbauseen: Fällt wegen Corona aus! Neuer Termin wird später bekanntgegeben!

Kalender
Uncategorised
Datum
20.03.2020 16:00 Uhr am - 17:30 Uhr am
Ort
SFN

Beschreibung

Wasserpumpspeicherwerke auf dem Grund von gefluteten Braunkohleabbauseen  

Prof.Dr. Schmidt-Böcking, Frankfurt


 
H. Schmidt-Böcking 1  und G. Luther 2  
1 ) Institut für Kernphysik, Goethe-Universität Frankfurt, D-60438 Frankfurt
2 ) Universität des Saarlandes, Forschungsstelle Zukunftsenergie, D-66041 Saarbrücken  
                                                                                                              
Viele  unterschiedliche  Wege  der  Speicherung  von  elektrischer  Energie  werden  zur  Zeit
diskutiert und erprobt, wie z.B. die Umwandlung der elektrischen Energie durch Elektrolyse in
H 2   (evtl.  mit  nachfolgender  Umwandlung  in  Methan,  Power  to  Gas),  Druckluftspeicher,
Speicherung von Wärmeenergie, Schwungräder oder elektrisch wieder aufladbare Batterien
etc.. Schon lange erprobt sind Wasserpumpspeicherkaftwerke PSKW. Letztere können nicht
nur riesige Mengen an Energie speichern, sondern sind auch sehr wirtschaftlich und haben eine
über  80%ige  Wiedergewinnungseffizienz  für  Elektrizität.  Herkömmliche  PSKW  bestehen
grundsätzlich  aus  zwei  Speicherreservoiren  auf  unterschiedlicher  topographischer  Höhe.
Derartige PSKW sind an geographische Bedingungen geknüpft, die in Deutschland kaum mehr
verfügbar sind.  
Ein  weiterer  auf  den  ersten  Blick  dem  „gesunden  Menschenverstand“  widersprechender
Vorschlag  ist  ein  Wasserpumpspeicherkraftwerk  im  Braunkohleabbau,  wo  in  den  riesigen
"Löchern", die später geflutet werden sollen, auf der Sohle ein riesiger künstlicher Hohlraum
(Untersee) errichtet wird. Energie wird erzeugt, in dem man Wasser aus dem gefluteten See
durch Turbinen in diese Hohlräume strömen lässt. Energie wird gespeichert, in dem man mit
denselben Turbinen das Wasser aus den Betonhohlräumen wieder in den oberen gefluteten See
gegen den Wasserdruck zurückpumpt. Dieses Energiespeicherkonzept wurde erfolgreich vom
Fraunhofer  Institut  in  Kassel  und  der  Fa.  Hoch&Tief  in  Frankfurt  realisiert  und  getestet
(Googlen: siehe Stichwort STENSEA) (siehe Abb.1).
Der zeitlich stark schwankende Windkraftstrom oder auch Strom gewonnen aus Solarvoltaik
wird  dort  gespeichert,  in  dem  dann  das  in  den  Hohlkörper  eingeströmte  Wasser  durch  die
Außenwand gegen den hohen Außendruck wieder in den gefluteten See gepumpt wird. Damit
wird der Strom als potentielle Energie des Wassers gespeichert.
Im Hambacher Loch könnte man ein Wasserpumpspeicherwerk errichten, das mehr als 13 mal
so  groß  ist  (Abb.2)  Wasserpumpspeicherwerk,  wie  alle  bisher  in  Deutschland  verfügbaren
Wasserpumpspeicherwerke zusammen.
 

Standortinformationen

SFN

Land
Deutschland
Bundesland
Hessen
Stadt
Kassel 34119
Straße
16 Parkstraße